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Nachdem Schönherz & Fleer bereits mit dem Rilke Projekt unsere Aufmerksamkeit geweckt haben, für das sie im Jahr 2004 den Internationalen Buchpreis CORINE erhielten, wagte sich das Künstlerpaar nun an einen weiteren großen und noch immer aktuellen Dichter heran: Hermann Hesse - eine wirklich fantastische Wahl und ebenso große Herausforderung.
" „Tat twam asi – Das bist Du“ Die Jugendjahre, die Zeiten der Sinnsuche und Orientierung, sind fest verbunden mit Hesses Werk. Siddhartha, Demian, Narziß und Goldmund, Steppenwolf wurden Kraftquellen, gaben Rückendeckung. Hesses gelebtes Weltbürgertum, seine Authentizität, sein schrankenloses Denken zeigten wie ein Lichtstrahl auf eine neue, bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Sichtweise des Lebens.
Hesse beobachtete die Welt und ihre Erscheinungen mit scharfem Verstand, hinterfragte bestehende Strukturen des Miteinanders der Gesellschaft und forderte somit auf, die eigenen Sinne zu schärfen, hinter die Kulissen zu schauen, Sinn und Geschmack für das Unendliche zu entwickeln – kurzum, er ermunterte, die „Eigenart“ zu entdecken und zu kultivieren, seinen eigenen Platz im Gefüge zu finden und sich doch als nachhaltiger Teil eines Ganzen zu begreifen. In einer Zeit geprägt von Oberflächlichkeit, Überinformation und Konsumseligkeit sicher ein Weg, der lohnt, wiederentdeckt zu werden. " (Schönherz & Fleer)
Viele bekannte Künstler finden sich auf der musikalischen Reise wieder und mit der Aufnahme von Any Choying Drolma, einer Nonne aus Nepal deren überirdischer Gesang jeden rühren muss, wurde dem Hesse Projekt ein besonderes spirituelles Highlight mitgegeben.
" „… Und wo sich Wort und Ton gesellt …“ Wir legten sodann fest, wohin die musikalische Reise gehen sollte. Stilistisch verlangten die klare, manchmal strenge Anmutung oder schnörkellose Sprache Hesses akzentuierte, sparsame Arrangements. Gleichzeitig findet man in seinem Werk diese einzigartige Verbindung von östlicher Spiritualität und abendländischer Kultur.
Die Idee war also, die Verbindung von Orient und Okzident hörbar zu machen, ohne den Worten Hesses den Raum für ihre Entfaltung zu nehmen. Die Kombination von klassischem Streichorchester und Elementen aus der Weltmusik mit ihrer Klangvielfalt sollte somit ein wichtiger Bestandteil bei der Umsetzung werden. Die Zeitlosigkeit und Aktualität seines Gedankenguts, das „Uns-alle-miteinander-Verbindende“, der Mensch in all seinen Facetten jenseits von Herkunft und Religion waren zentraler Ausgangspunkt in der Auswahl der Texte und der Arbeit an der Musik. " (Schönherz & Fleer)
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Hesse Projekt „Die Welt unser Traum“ 1 » Die Welt unser Traum - Matthias Habich & Trilok Gurtu 2 » Daß Gott in jedem von uns lebt ... - Roger Willemsen 3 » Der Liebende - Xavier Naidoo 4 » Kleiner Gesang - Juliane Köhler 5 » Abends - Ben Becker 6 » Blauer Schmetterling - Annett Louisan 7 » Je differenzierter ... - Roger Willemsen 8 » Im Nebel - Matthias Habich 9 » Flötenspiel - Juliane Köhler 10 » Sprache - Members of Söhne Mannheims 11 » Wo wir etwas finden ... - Caterina Valente & Till Brönner 12 » Mein Leben ... - Roger Willemsen 13 » Regen - Juliane Köhler & Andreas Vollenweider 14 » In Sand geschrieben - Annett Louisan 15 » Jede Erscheinung ... - Matthias Habich 16 » Der erhobene Finger - Any Choying Drolma, Matthias Habich 17 » Glück - Juliane Köhler 18 » Liebeslied - Ben Becker
Gesamt: 59 Minuten/ erschienen im März 2007/ Gedichte und Textauszüge: Hermann Hesse
"An der Freude des Menschen am Schönen haben stets Geist und Sinne in gleichem Maße teil, und solange Menschen fähig sind, sich mitten in den Drangsalen und Gefährdungen ihres Lebens solcher Dinge zu freuen ... solange wird der Mensch seiner Fragwürdigkeiten immer wieder Herr werden und seinem Dasein immer wieder Sinn zuschreiben können, denn der »Sinn« ist ja eben jene Einheit des Vielfältigen, oder doch jene Fähigkeit des Geistes, den Wirrwarr der Welt als Einheit und Harmonie zu ahnen." (Hermann Hesse aus Glück)
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