Das Kloster Dambeck (II)

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Kloster DambeckIm Jahre 1750 erfolgt der Umbau der gesamten Klosteranlage für die landwirtschaftliche Nutzung. Die Kirche wird umfassend restauriert, erhält ein neues Dach, ihren barocken Turm und einen barocken Sims. Teile der Klosteranlage werden als Speicher, Kornboden und Stallungen genutzt und in ihrer baulichen Anlage stark verändert.

Während der DDR-Zeit (1962-73) wird das anliegende Gutshaus als Internat für die landwirtschaftliche Ausbildung genutzt und im Jahr 1986 wurde die Kirche wegen anhaltendem Vandalismus als Gotteshaus aufgegeben und war in den folgenden Jahren ungeschützt dem Verfall preisgegeben.

r_einhornaltar_dambeckDer Schnitzaltar aus dem Jahr 1474, stammt ursprünglich aus der Klosterkirche Dambeck (heute in der St. Katharinenkirche in Salzwedel) und erzählt eine farbenfrohe Allegorie der Empfängnis Christi. Das Einhorn, dessen Legende wir in vielen Märchen und Volksliedern wiederfinden, hat angeblich großes Vertrauen zu Jungfrauen und kann daher nur von ihnen gezähmt werden. » mehr

Seit 1992 leben und arbeiten nun in dem einstigen Kloster die Brüder der "Evangelisch Benediktinischen Joseph – Bruderschaft". Die Ordensregel der Benediktiner "Ora et labora" wird nun wieder in der alten Klosteranlage neu belebt. Das Ziel der Bruderschaft ist neben karitativen Zwecken auch das Klostergelände ihrem ursprünglichen Widmungszweck zuzuführen, das kulturhistorische Denkmal wieder aufzubauen, klostereigene Werkstätten zu schaffen und ökologisch-organischen Landbau zu betreiben. Interessierte Gäste sind jederzeit willkommen. Die Stiftung Kloster Dambeck - das lebendige Kloster in der Altmark » mehr

Klostermühle DambeckIn der Nähe der Ortschaft Amt Dambeck befindet sich auch eine Klostermühle aus dem Jahre 1355, die von 1600 bis 1894 zum Besitz des Joachimthalschen Gymnasium gehörte. Die Mühle und das Mühlengehöft sind bis heute gut erhalten. Über ein mittelschlächtiges Wasserrad (Zuppinger Wasserrad) kann die Mühle zwei Mahlgänge betreiben. Geschrotet wird heute nur noch für den Eigenbedarf. Interessierte können sich bei den jetzigen Eigentümern, der Familie Müller unter der Telefonnummer 039035-208 anmelden.

Literaturquellen:
1) 25. Jahresbericht des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte und Industrie zu Salzwedel. Magdeburg, 1898. "Die altmärkischen Frauenklöster auf dem Lande." Vom Geheimen Archivrath v. Mülverstedt in Magdeburg.
2) 38. Jahresbericht des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte zu Salzwedel.
Magdeburg. 1911. "Geschichte des Klosters Dambeck." Von Wilhelm Zahn.

Kloster Dambeck

 

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    Kloster Dambeck
    Kloster Arendsee
    Kloster Krevese
     

     

 

 

     

Wegweiser zum Kloster Dambeck

 

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