Das Kloster Krevese (II)

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m Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit Gardolf durch Gottes Güte
 Bischof von Halberstadt allen, an welche dieses Schriftstück gelangen wird,
 für alle Zeit! Was immer der fromme Sinn der Gläubigen den Kirchen Gottes ersprießlich zugewendet haben mag, das wird nicht mit Unrecht, mit Hülfe von Zeugen und durch schriftliche Beurkundung in lebendigem Gedächtnis erhalten, damit es füglich nicht unbestritten erhalten bleibe, sonder auch der Urheber der Schenkung im HERRN empfohlen werde und alle Gläubigen durch ein ähnliches Beispiel zur Vollbringung eines guten Werkes angeregt werden.

Deswegen wünschen wir, daß es sämtlichen Gläubigen, sowohl der Gegenwart, wie der Zukunft bekannt werde, dass unser geliebter Blutsverwandter Albrecht Graf von Osterburg zur Ehre Gottes und seiner Mutter Maria im Hinblick auf die Erbschaft in der Ewigkeit, an dem Ort, welcher der Hain der seligen Maria genannt wird, auf göttliche Anregung eine Kirche gegründet und sie mit einigen Gütern des väterlichen Erbes ausgestattet und in glücklicher Weise beschenkt hat. Er verlieh dieser Kirche 40 Hufen mit aller ihrer Zubehör, von welchen gelegen sind 17 in Ziegenhagen, 13 in Häsewig, 5 in Ercksleben, 4 in Möringen. Gleichfalls hat er ihr den vierten Teil einer Hufe und eine ganze in Giesenslage, sowie die Kirche in Schwechten mit all ihrem Zubehör zugewandt. Wir nun empfehlen den frommen Ausdruck seiner Ehrerbietung, pflichten seinem inständigem Gebet in gleich würdiger Gesinnung bei und damit auch wir zugleich den Lohn der himmlischen Wiedervergeltung erlangen und für uns mit ihm ein Gedächtnis im Segen vereinigen mögen, widmen wir, zum Heil unserer Seele für alle Zeit die Zehnten aus den vorerwähnten Gütern der genannten Kirche der seligen Maria, sie zu haben, sie zu besitzen und sie zu genießen, damit in derselben Kirche das Gedächtnis unsrer verehrungswürdigen Vorgänger sowie unserer rechtmäßigen Nachfolger im Bischofsamte und unserer selbst in gleicher Weise ewig gefeiert bleiben möge.

Zur unverletzlichen Bestätigung dieser Tatsache haben wir ehrenwerte und hochbedeutenden Männer zum Zeugnis zugezogen. Ihre Namen sind folgendes:
Conrad unseres Domes Probst, Werner der Dekan, Friedrich der Vicedominus, Gerold der Kellner, Ulrich der Schulmeister, Burkhard und Ludolf die Archidiakonen, die Edlen und Getreuen Ludolf, der Großvogt, Werner sein Bruder, Dietrich und Vollrad Gebrüder von Hessen , die Lehnpflichtigen unserer Kirche Gebhard von Alvensleben, Dietrich von Sömmeringen, Daniel von Aspenstedt, Otto und Dihter, Gebrüder von Dedeleben, auch die Lehnsleute des Markgrafen von Brandenburg, Heinrich von Osterburg und Friedrich sein Schwestersohn, auch die Lehnsleute des oft erwähnten Grafen: Ulrich von Dhornstedt, Erwin von Dhiequine und andere mehr.

Geschehen ist diese im Jahre der Fleischwerdung des Wortes MCC im Jahre der Römerzinszahl III, als der Herr Papst Innozenz III. der heiligen römischen Kirche vorstand, im Jahre 7 unserer Bischofsweihe.

Damit nun niemand unsere Schenkung, die des vorgenannten Grafen Albrecht und das was von uns ordnungsgemäß bekundet ist, irgendwie zu verletzen oder durch unrechtmäßigen Anschlag verleumderisch wankend zu machen wage, haben wir Kraft des Ansehens des Apostelfürsten und durch die Macht dieses Schriftstücks erhärtet und befestigt und durch Beidrückung unsres Siegels unterzeichnen lassen.

Im Namen Gottes AMEN."
 

Auszug aus "Die Altmärkische Heimat" – Nr. 3 – 1932.
Beitrag zur Geschichte des Klosters Crevese.

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